Donnerstag, 9. Oktober 2008

Wahl ist vorbei - Zeiten guter Wechselkurse auch

Auch wenn unsere Die-Hard Republikaner natürlich noch weiter für McCain kämpfen - die Wahl ist wohl leider entschieden. Nachdem McCain auch unerwarteterweise in seiner Paradedisziplin bei den TV-Debatten nicht punkten konnte kann ihn wohl nur noch ein Wunder retten. Nicht nur bei der allgemeinen Umfrage führt Obama 52%-41% (Gallup), auch in den für das amerikanische Wahlsystem so entscheidenden Swing-States wie Florida, Virginia oder Ohio sieht es düster aus.

Wär das an aktuellen Entwicklungen nicht schon schlimm genug, so fällt auch durch die globale Finanzkrise der Euro immer weiter ab. Von über 1,50$ (August) auf aktuell 1,36$. Das heißt wohl, dass Shoppingtouren durch Malls oder eine neue Gitarre warten müssen. Achja, falls ihr euch fragt wie nah man hier an den politischen und ökonomischen Geschehnissen dran ist - hier zwei Beispiele im Zuge der Finanzkrise. Links verlässt McCain gerade die Senatssitzung, in der der Rettungsplan der US-Regierung verabschiedet wurde. Rechts die erste Seite vom Spiegel der letzten Woche - und wer steht da auf dem Foto rechts hinter dem Chairman der Fed, Ben Bernanke? Genau, mein Floormate Andi aus Regensburg.

McCain bei der Abfahrt, Spiegel der letzten Woche mit Andi

Wegen der Finanzkrise hab ich an meinem heutigen freien Tag etwas kostengünstiges gemacht, nämlich die National Gallery of Art besucht. Auch wenn ich leider um 17 Uhr frühzeitig gehen musste hat sich der Trip sehr gelohnt.


Außenansicht, August Renoir

Van Gogh, Selbstportrait Van Goghs, Cezanne

Da Vinci,Dürer


Rubens, Rembrandt

Aber auch in der Uni gabs interessantes diese Woche: Am Dienstag waren wir zu Besuch beim US Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Dieser hat weitaus mehr Kompetenzen als das deutsche Äquivalent und ist auch um einiges interessanter: Alle 9 Richter sind "Stars" der Juristenbranche und für ihre teils sehr speziellen Persönlichkeiten bekannt. So ist Justice Scalia für seine aggressive Fragetechnik bekannt, während Ruth Bader Ginsburg eher zurückhaltend und in ihrem überdimensionalen Ledersessel etwas verloren wirkt. Auch wenn der Fall eher unspannend war, so war das ganze ein Klasse-Erlebnis, da ich den Court in einer Seminararbeit schon genauer unter die Lupe genommen habe.


Aktueller Court mit dem Bush-Vertrauten Roberts als Chief, A. Scalia

Morgen haben wir nochmal zwei Gastredner über das amerikanische Justizsystem, bevor nächste Woche dann die Midterm-Exams anstehen. Trotzdem werden wir wahrscheinlich am Sonntag nach Atlantic City, dem Las Vegas der Ostküste, fahren. Schwimmen geht wohl leider nicht mehr, dafür haben aber die Casinos 24 Stunden auf.

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